Hämorrhoiden Salbe

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind ringförmig um die Schleimhaut des Enddarms liegende Polster von arteriovenösen Gefäßen. Hämorrhoiden haben eine sehr wichtige Funktion, denn sie sorgen für den Verschluss des Afters. Wie sich jeder anhand dieser Beschreibung denken kann, besitzen alle Menschen Hämorrhoiden. Das bedeutet Hämorrhoiden sind nichts Tragisches und auch keine Krankheit, sondern beschreiben lediglich einen bestimmten anatomischen Bestandteil des menschlichen Körpers. Im Volksmund wird häufig von Hämorrhoiden gesprochen, womit jedoch meist eine schmerzhafte Veränderung der Hämorrhoiden gemeint ist. Der Mediziner spricht in solchen Fällen von einem Hämorrhoidalleiden.

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Welche Beschwerden treten bei einem Hämorrhoidalleiden auf?

Ein Hämorrhoidalleiden führt, je nach Schweregrad, zu schmierendem Stuhl, häufigem analen Nässen, schwer auzuhaltendem Juckreiz und analem Bluten. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, sollten Sie die Beschwerden von einem Arzt abklären lassen. Eine ärztliche Konsultation ist nicht erst bei analem Bluten ratsam, auch Juckreiz und Nässen erfordern Handlungsbedarf. Denn hinter diesen Beschwerden können nicht nur Hämorrhoiden, sondern auch andere Krankheitsbilder stecken. Beispielsweise führen Fissuren und Abszesse im Analbereich auch zu Jucken, Nässen und Blutungen. Häufiger und schmierender Stuhlgang oder schmierender Stuhlgang und Verstopfung bedürfen auch ärztlicher Konsultation. Hinter den meisten Beschwerden stecken harmlose Ursachen, die aber unterschiedlich behandelt werden. Um eine schwerwiegende Erkrankung auszuschließen und die Symptome zu behandeln, ist der Gang zum Arzt definitiv zu empfehlen.

In welche Schweregrade werden symptomatische Hämorrhoiden eingeteilt?

Hämorrhoiden die zu Beschwerdebildern führen werden in Schweregrade von I bis IV eingeteilt. Des Weiteren werden noch Analthrombosen und unspezifische Hämorrhoidalleiden von den symptomatischen Hämorrhoiden unterschiedlicher Schweregrade abgegrenzt. Symptomatische Hämorrhoiden des Grades I sind leichte knotige Gefäßerweiterung, die mit dem bloßen Auge und von außen nicht zu erkennen sind. Bemerkt werden Hämorrhoidalleiden des Grades I meist nur durch hellrotes Blut an Toilettenpapier, WC-Deckel oder auf dem Stuhlgang. Ansonsten verursachen Hämorrhoidalleiden des Grades I keine weiteren Beschwerden. Hämorrhoiden des Grades II sind vergrößerte Gefäßknoten, die beim Herauspressen des Stuhlganges kurz nach außen treten. Wird der Druck nach dem Pressen wieder reduziert, ziehen sich Hämorrhoiden des Grades II auch wieder nach innen. Symptome treten bei diesem Grad in der Regel in Folge von Jucken, Brennen, Nässen sowie wiederkehrenden Blutungen im Afterbereich auf. Symptomatische Hämorrhoiden des Grades III treten nach außen und lassen sich nur durch manuellen Druck wieder nach innen drücken. Betroffene haben neben Schmerzen beim Stuhlgang in der Regel auch schmierenden Stuhl und unter Umständen eine Stuhlinkontinenz sowie ein ständiges Fremdkörpergefühl im betroffenen Afterbereich. Stuhlinkontinenz bedeutet, dass immer etwas Stuhl bzw. Kot ungewollt nach außen dringt. Symptome bei veränderten Hämorrhoiden vom Grad IV sind Probleme mit dem Stuhlgang und häufige Schmerzen (nicht nur beim Toilettengang). Bei derartig veränderten Hämorrhoiden ist die Durchblutung nicht oder nur bedingt gegeben. Dadurch werden unter Umständen Analthrombosen ausgelöst. Hämorrhoiden des Grades IV liegen vor der Afteröffnung, lassen sich nicht mehr mechanisch ins Innere drängen und sind häufig von der Afterschleimhaut umgeben.

Was ist die Ursache für Hämorrhoidalleiden?

Die Ursachen für die Entstehung symptomatischer Hämorrhoiden ist nicht abschließend geklärt. Als Ursachen werden zu häufiges Pressen beim Stuhlgang, mangelnde Bewegung, zu wenig Ballaststoffe in der Ernährung und vererbte Venenschwäche diskutiert. Beispielsweise treten Hämorrhoiden beim Pressen während des Geburtsvorganges häufig hervor. Frauen können also nach dem Geburtsvorgang unter symptomatischen Hämorrhoiden leiden. Dennoch ist das Auftreten von Hämorrhoiden-Beschwerden bei Frauen und Männern in der Häufigkeit in etwa gleich.

Wie werden symptomatische Hämorrhoiden behandelt?

Hämorrhoiden, die Symptome zeigen werden je nach Schweregrad und Verlaufsform mit unterschiedlichen Methoden behandelt. Je nach Schweregrad kann der Proktologe mit minimal-invasiven Methoden die Hämorrhoiden behandeln, oder eine Überweisung zum Chirurgen durchführen, damit Hämorrhoiden invasiv entfernt werden. Bevor eine chirurgische Behandlung der Hämorrhoiden nötig wird, können weitaus harmlosere Behandlungen schon Erfolg bringen.Ist der Schweregrad des Hämorrhoidalleidens noch nicht so ausgeprägt (Grad I und Grad II), dann können weitaus weniger invasive, nachfolgend erwähnte Methoden helfen:

  • Umstellung weniger Lebensgewohnheiten
  • medikamentöse Behandlung

Umstellung einiger weniger Lebensgewohnheiten

Hämorrhoiden lassen sich durch die Umstellung einiger weniger Lebensgewohnheiten bekämpfen. Dazu gehört die Ernährungsumstellung hin zu Ballaststoffreicher Ernährung. Beim Toilettengang sollte häufiges Pressen vermieden werden. Zuviel Wischen mit dem Toilettenpapier am After begünstigt ebenfalls Hämorrhoidalleiden. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Umstellung ist Bewegung. Wer sich viel bewegt und Sport treibt, der hält seinen Stoffwechsel und die Verdauung rege. Das führt zu regelmäßigem Stuhlgang, weniger Pressen und beugt Hämorrhoidalleiden vor.

Medikamentöse Behandlung

Bei der medikamentösen Therapie werden hauptsächlich die Symptome behandelt. Dazu zählen allen voran Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Die Behandlung wird oft mit einer Hämorrhoiden Salbe durchgeführt. Es stehen dabei Salben mit verschiedenen Wirkstoffen zur Verfügung. Einige Wirkstoffe wirken schmerzlindernd, andere entzündungshemmend.

Nicht verschreibungspflichtige Entzündungshemmer

Hämorrhoiden Salben, die entzündungshemmend wirken und nicht verschreibungspflichtig sind, sind z. B. Zinkpasten und Wundsalbe auf Hamamelis-Basis. Die Inhaltsstoffe der Salben hemmen die Entzündung und wirken gegen Juckreiz, Brennen und Hautreizungen.

Verschreibungspflichtige Salben

Verschreibungspflichtige Salben, wie kortisonhaltige Salben, wirken hemmend auf das Immunsystem und verhindern bzw. lindern so den Entzündungsprozess. Kortisonhaltige Salben sollten nur kurzfristig eingesetzt werden, da es sonst zur Hautatrophie (dünne, verletzliche Haut) kommen kann.

Hämorrhoiden Salbe – hilft bei Symptomen, bekämpft nicht die Ursache

Hämorrhoiden Salben helfen bei Juckreiz, Brennen und Entzündungen im Analbereich. Sie können aber nicht die Ursachen für Hämorrhoidalleiden bekämpfen. Eine Umstellung der Ernährungs- und Stuhlgewohnheiten, sowie mehr Bewegung sollte zusätzlich durchgeführt werden, damit die Hämorrhoiden beschwerdefrei bleiben. In jedem Fall ist es ratsam vor dem Kauf einer Hämorrhoiden Salbe die Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.

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