Hämorrhoiden Hausmittel

Bewährte Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Hämorrhoiden stellen ein Teil vom Schwellkörper beim Enddarm dar. Wenn es dabei zu Vergrößerungen kommt, bereiten diese meisten Beschwerden. Die Folge sind starker Juckreiz am After oder auch ein unangenehmes Brennen. Dazu gibt es rote Blutspuren am Toilettenpapier. Häufig tritt dann die Frage auf, ob diese Hämorrhoiden gefährlich sind? Vom Prinzip her stellen sie keine bedrohliche Gefahr dar, allerdings sollten sie auch nicht verharmlost und auf jeden Fall behandelt werden. Je größer diese am Ende ausfallen, umso aufwändiger muss dann eine Therapie erfolgen. Besonders starke Blutungen können auf Dauer für Probleme sorgen, denn die Person fühlt sich dann Müde und sehr schlapp. Außerdem kommt zu immer zu nervigen Schmerzen im Afterbereich. Zudem können Hämorrhoiden negative Auswirkungen auf die Stuhlkonsistenz haben.

Bewährte Hausmittel

Zum Glück gibt es Hämorrhoiden Hausmittel, die helfen können die Beschwerden zu lindern. Wichtig ist es immer bei einem anstehenden Stuhlgang sich Zeit zu lassen und auf keinen Fall zu stark pressen, denn dadurch kommt es zu einer Ausweiterung von den Venen, was zu Hämorrhoiden führen kann. Bei der Verwendung von Toilettenpapier sollte dieses über eine mehrlagige Schicht verfügen.
Ein sehr wirkungsvolles Hausmittel stellt Eichenrindenextrakt dar, welches sich gut für ein Sitzbad eignet. Danach bietet sich eine Quarkkompresse für den After an. Als Alternative kann auch eine Salbe mit Eichenrindenextrakt verwendet werden. Dieses Mittel ist in jeder Apotheke problemlos zu bekommen.
Nach einem Stuhlgang sollte der After mit etwas lauwarmem Wasser gereinigt werden. Zur Hilfe kann dabei ein Handschuh genommen werden. Bei der Verwendung von feuchten Reinigungstüchern ist darauf zu achten, dass dort keine Chemikalien vorhanden sind, denn diese könnten die Hämorrhoiden wieder zum Leben erwecken.

Auf die Ernährung achten

Bei der täglichen Ernährung ist es wichtig auf genügend Ballaststoffe zu achten. Neben Vollkornprodukten sollte auch viel Gemüse und Obst auf den Tisch kommen. Zudem ist es wichtig ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Sehr gut eignet sich dabei stilles Mineralwasser. So wird vorgesorgt, dass es nicht zu einer Verstopfung beim Stuhlgang kommt. Bei Problemen mit Hämorrhoiden sollten Süßigkeiten mit viel Zucker vermieden werden, denn diese können zu einer Verstopfung führen und die Bedingungen für Hämorrhoiden verbessern.

Bei Entzündungen

Bei Entzündungen durch Hämorrhoiden eignet sich eine Ringelblumensalbe sehr gut. Diese sollte mit etwas Honig (Verhältnis 1:1) auf den jeweiligen Bereich aufgetragen werden. Als Alternative kann auch ein Mix aus Königskerze, Johanniskraut, Kamille, Kastanienblüten und Schafgarbe verwendet werden. Diese sollten aufgekocht werden, damit sie morgens und abends getrunken werden können.
Hämorrhoiden Hausmittel kann auch eine Kühlung sein, denn diese sorgt für Erleichterung. Dazu können zum Beispiel weiche Kühlpacks in Form von Eiswürfeln oder gefrorenen Erbsen verwendet werden. Allerdings muss das Ganze unbedingt in ein Handtuch gewickelt werden, damit es an der Haut nicht zu Eisverbrennungen kommt. Sehr angenehm ist es auch, sich hinzulegen und die Beine hoch zu nehmen, denn so wird der Druck auf den Venen verringert und es kommt zu einer Entlastung.

Bestimmte Sportarten vermeiden

Bei Hämorrhoiden sollten zudem bestimmte Sportarten vermieden werden. Besonders solche, wo Organe besonders stark in den Beckenbereich geschleudert werden. Dazu zählen zum Beispiel Basketball, Volleyball, Joggen, Tennis und Seilspringen.

Der Arztbesuch

Auch wenn Hämorrhoiden als nicht gefährlich gelten, sollten sie keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Wenn die Beschwerden nicht weggehen oder im Laufe der Zeit noch schlimmer werden, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Als Spezialisten gelten dabei Chirurgen oder Gastroenterologen. Zunächst wird eine ausgiebige Anamnese (Befragung) durchgeführt, dazu werden häufig folgende Fragen gestellt:
– Wie lange bestehen die Beschwerden schon?
– Sind Juckreiz und Schmerzen vorhanden?
– Wie steht es um die Ernährung?
– Kam es schon zu Verstopfungen?
Der behandelnde Arzt wird anschließend noch eine körperliche Untersuchung durchführen, um sich ein genaues Bild von der Situation zu verschaffen. Auch eine Abtastung mit Fingern im Bereich des Afters ist möglich. Dies ist für den Patienten vielleicht etwas unangenehm, allerdings braucht der Arzt ein genaues Bild, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Vorbeugung

Es ist möglich eine aktive Vorbeugung gegen Hämorrhoiden zu unternehmen. Dabei steht vor allem die Ernährung im Vordergrund, denn hier sollten die Voraussetzungen geschaffen werden, damit es nicht zu einer Verstopfung kommt. Neben den passenden Lebensmitteln gehört aber auch dazu, jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, damit die Ballaststoffe richtig quellen können. Je nach körperlicher Tätigkeit sollten am Tag 1,5 bis 2,5 Liter getrunken werden. Sehr gut eignen sind Wasser, Kräutertee und Saftschorlen. Mahlzeiten mit Ballaststoffen können zum Beispiel Müsli, Vollkornbrot, Haferflocken, Sesam und vor allem Obst und Gemüse sein. Stattdessen sollten Produkte wie Weißbrot, Teigwaren, Kartoffeln und Schokolade in Grenzen gehalten werden, denn diese können zu einer Verstopfung führen.
Neben der richtigen und ausgewogenen Ernährung sollte auch viel Bewegung am Tag vorgenommen werden. Mindestens eine halbe Stunden sich aktiv mit etwas Beschäftigen.
Bei Analsex sollte der Vorgang sehr behutsam und vorsichtig durchgeführt werden, denn hier kann es zu schmerzhaften Blutungen kommen. Im Vorfeld unbedingt ausreichend Gleitgel verwenden. Wenn bereits eine Therapie zur Bekämpfung gegen Hämorrhoiden begonnen wurde, sollte in dieser Zeit komplett auf Analsex verzichtet werden, da es hier zu Komplikationen kommen kann.

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