Hämorrhoiden veröden

Hämorrhoidalleiden – Die Ursache

Hämorrhoiden sind die wichtigen Bestandteile des Enddarmes. Sie sind mit hellrotem Blut gefüllte Gefäßpolster, die in Verbindung mit innerem und äußerem Schließmuskel den Darm abdichten. Erst durch eine krankhafte Veränderung entstehen Hämorrhoidalleiden und eine Behandlung ist erforderlich. Typische Symptome bei Beschwerden der Hämorrhoiden sind Brennen, Juckreiz oder Nässen in der Analgegend, wie auch hellrote Blutabgänge. Die Ursache der krankhaften Veränderungen der Hämorrhoiden beruht darauf, dass das Blut vom Hämorrhoidalgefäßgeflecht nicht abfließen kann. Ein erhöhter Druck im Schließmuskel- und Analbereich, oder eine angeborene oder erworbene Bindegewebsschwäche kann Hämorrhoiden hervorrufen. In jedem Fall sollte ein Arzt konsultiert werden, der den Patienten umfassend informiert und mittels Hämorrhoiden veröden Abhilfe schafft.

Veröden hilft bei Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind zwar ein unentbehrliches Gefäßpolster, doch bereiten sie Schmerzen, muss behandelt werden. Das so genannte Hämorrhoiden veröden ist eine häufig verwendete Methode, die ambulant abgewandt wird. Eine Verödung von Hämorrhoiden ist im Stadium ersten, sowie zweiten Grades möglich. Dieses Verfahren wird medizinisch auch Sklerosierung genannt.

Prozess der Verödung

Die Sklerosierung führt ein niedergelassener Proktologe, also ein Facharzt für Erkrankungen des Enddarms durch. Durch ein Proktoskop wird eine Injektionsnadel in den Analkanal eingeführt. Eine spezielle Lösung wird in die sichtbaren vergrößerten Hämorrhoidenknoten gespritzt. Diese Lösung ruft eine entzündliche Reaktion hervor, wodurch die Blutzufuhr reduziert wird und die Hämorrhoidenknoten schrumpfen. Das Gefäßgeflecht im Analkanal ist sehr wichtig und notwendig, um den Darmausgang zu verschließen und die Kontrolle über die Stuhlentleerung nicht zu verlieren. Aus diesem Grund darf niemals der gesamte Ausgang verödet werden. Eine lokale Betäubung ist nicht notwendig, da die Patienten keine Schmerzen empfinden. Die Hämorrhoidalpolster sitzen im schmerzunempfindlichen Enddarm und daher kann eine fachgerechte Verödung nicht weh tun.

Dauer einer Hämorrhoiden-Behandlung mit Verödung

Hämorrhoiden veröden ist ein ambulanter Eingriff, der nicht lange dauert. Im Prinzip wird nur eine spezielle Flüssigkeit, zum Beispiel Phenolmandelöl oder Chininlösung, in die Hämorrhoidalknoten gespritzt. Das Zielgewebe entzündet sich, vernarbt und schrumpft schlussendlich. Beim Veröden von Hämorrhoiden muss man allerdings wissen, dass es meistens nicht mit einer Behandlung erledigt ist. Oftmals werden im Abstand von vier bis sechs Wochen erneut Verödungen durchgeführt, damit die Knoten auch verschwinden.

Hämorrhoiden besser operieren oder veröden?

Da die Hämorrhoiden eine bedeutende Feinverschlussfunktion besitzen, werden bei einer Operation nur die heraustretenden Hämorrhoiden beseitigt, welche den After nicht mehr zuverlässig verschließen können. Patienten mit ausgeprägter Bindegewebsschwäche haben ein erhöhtes Risiko, dass die Hämorrhoiden nachwachsen. Durch zu häufige Operationen ist die Folge, dass der Verschluss des Afters geschädigt wird. Aus diesem Grund ist es besser die Hämorrhoiden in frühen Stadien zu erkennen und dann zu veröden. Eine rechtzeitige proktologische Untersuchung ist zu empfehlen.Darüber hinaus ruft die fachgerechte Verödung eine leichte Entzündung des hämorrhoidalen Bindegewebes hervor. Die Folge ist eine elastische Straffung des Gewebes und es entstehen, anders als bei der Operation, keine Narben. Zudem ist die Arbeitsfähigkeit nach einer Sklerosierung nicht eingeschränkt. Bei einer Operation hingegen schon.

Wann dürfen die Hämorrhoiden nicht verödet werden?

Leiden Menschen unter einer chronischen Darmentzündung darf keine Sklerosierung vorgenommen werden.Darüber hinaus ist eine Verödung nicht zu empfehlen, wenn ein stark erhöhter Blutdruck existiert oder man zu Thrombosen neigt. Während der Schwangerschaft und bei akuten Hämorrhoidalentzündungen ist ebenfalls von einer Sklerosierung abzuraten.

Erfolgsquote bei einer Verödung der Hämorrhoiden

Die Verödung von Hämorrhoiden ist ein relativ rasches unkompliziertes und schonendes Verfahren. Leider ist die Rückfallquote sehr hoch. Etwa siebzig Prozent der Betroffenen bekommen in einem Zeitraum von drei Jahren erneut Beschwerden mit den Hämorrhoiden.
Damit die Sklerosierung einen anhaltenden Erfolg verspricht, ist eine Umstellung der Lebensgewohnheiten notwendig. Viel Bewegung und ballaststoffreiche Nahrung sind dafür unerlässlich.

Fazit

Eine Verödung der Hämorrhoiden sollte in jedem Fall, wenn es das Stadium der Hämorrhoiden zulässt, einer Operation bevorzugt werden, da der ambulante Eingriff schmerzlos ist und rasch erledigt ist.

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