Hämorrhoiden Zäpfchen

Schmerzhafte Hautrisse und Brennen, Hämorrhoiden lassen sich im allgemeinen mit Zäpfchen und Salben sehr gut behandeln. Trotz der zahlreichen und freiverkäuflichen Präparate in der Apotheke sollten Betroffene zuerst einen Arzt konsultieren, weil der Schweregrad dieser Erkrankung sehr unterschiedlich ausfällt und die Wahl des optimalsten Präparats (hämorrhoiden zäpfchen) sich danach richtet. Eine Eigentherapie sollte einen Zeitraum von zwei Wochen nicht überschreiten. Bestehen nach dieser Zeit immer noch Beschwerden, ist es ratsam, einen Proktologen aufzusuchen.

Salben für den Analbereich

Besonders im frühen Stadium lassen sich Hämorrhoiden sehr wirkungsvoll mit Salben und Cremes behandeln. Je nach Anwendungsbereich werden diese drei Mal täglich auf die betroffene Hautpartie aufgetragen. In der Apotheke gibt es hierfür spezielle Fingerlinge, welche die Übertragung von Pilzen und Bakterien auf andere Hautbereiche verhindern. Lösungen oder Tinkturen werden meist aufgepinselt.

Zäpfchen oder Analtampons

Ist der Krankheitsverlauf schon etwas ausgeprägter, wird die Salbe mithilfe eines Applikators (Packungsbeilage) in den After eingeführt. Analtampons und Zäpfen (Hämorrhoiden Zäpfchen) sind generell für die innere Anwendung vorgesehen und lassen sich alternativ verwenden. Die Wirkstoffe von einem Hämorrhoiden Zäpfchen, nach dem Einführen, werden über die Körperwärme freigesetzt. Normale Hämorrhoiden Zäpfchen gleiten durch den Mastdarm, wo sie ihre Wirkstoffe ins Blut abgeben, sodass sie nicht lokal, sondern über das Blut auf den gesamten Körper wirken. Analtampons, welche circa doppelt so lang wie Zäpfchen sind, sind von einer Mullhülle ummantelt, welche den Tampon daran hindert, weiter in den Darm zu gleiten. Auf diese Weise wird der Wirkstoff lokal eingrenzt freigegeben. Ähnlich wie bei anderen Tampons besitzt auch das Analtampon ein kleines Bändchen, sodass sich das Tampon, nach Abgabe der Wirkstoffe wieder problemlos entfernen lässt.

Zäpfchen mit Gerbstoffen

Sind bereits Hautrisse vorhanden, werden Präparate verwendet, welche über Gerbstoffe, Zink- und Aluminiumsalze wie auch Tannine enthalten. Diese Adstringentien wirken abschwellend und verhindern das Nässen der Haut, was wiederum den Heilungsprozeß beschleunigt. Auch kleinere Blutungen werden mithilfe dieser Inhaltsstoffe gestillt. Bei bereits vorhandenen Pilzen werden zusätzlich antimykotische Präparate verabreicht.
Zu den gängigsten Präparaten gehört beispielsweise Posterisan akut mit dem Wirkstoff Lidocain, welcher rasch gegen Schmerzen und Juckreiz im Bereich des Afters hilft. Besonders bei größeren Hämorrhoiden findet dieses Mittel Verwendung. Aber auch zum Abklingen von Analfisteln, Analfissuren, Mastdarmentzündung (Proktitis) und Abszessen wird Posterisan akut erfolgreich eingesetzt.

Posterisan protect

Dieses Präparat wurde speziell dafür entwickelt, um die empfindliche Haut im Analbereich nach einer Behandlung zu pflegen. Zudem lindert es leichte Beschwerden. Die Wirksamkeit dieses Medikaments ist in Studien belegt. Der spezielle Hautschutzkomplex legt sich wie ein wasserabweisender Schutzmantel um die betreffende Hautpartie. Dadurch wird diese gepflegt und vor Reizungen beschützt. Zudem erleichtert sich durch den Gleiteffekt der Stuhlgang.

Posterine (Hamamelis)

Dieses Präparat ist eine gute (pflanzliche) Alternative zu anderen Mitteln mit Lokalanästhetika. Es lindert Nässen, Brennen und Juckreiz bei einem Hämorrhoidenleiden und hilft zudem bei Hautirritationen und Entzündungen im Bereich des Afters.

Analtampon, die bessere Wahl?

Da Analtampons am Weitergleiten gehindert werden, geben sie ihre Wirkstoffe direkt an der betroffenen Stelle frei. Diese befindet sich circa zwei Zentimeter hinter den Anus. Von daher wirken Analtampons effektiver als Hämorrhoiden Zäpfchen. Sie bekämpfen die Entzündung der Haut und sorgen damit dafür, dass der Schmerz nachlässt. Da die Nachfrage hinsichtlich Analtampons sehr gering ist, haben einige Hersteller diese wieder vom Markt genommen. Die Ursache ist allerdings damit noch nicht behoben, da besonders große Hämorrhoiden oft wiederkommen. In diesem Fall hilft nur die operative Entfernung der Hämorrhoiden. Um die Ursache zu ergründen, wenden sich viele Patienten an Naturheilpraktiker, welche in vielen Fällen über gute Therapiemöglichkeiten verfügen.

Verödung und Ligatur

Circa jeder vierte Mitteleuropäer erkrankt leidet mindestens einmal im Leben an Hämorrhoiden. Diese entstehen durch eine Vergrößerung und/oder einer Entzündung des arteriellen Blutpolsters im Analkanal. Zu den schonendsten und sichersten Behandlungsmethoden bei einem mittleren Erkrankungsbild gehört die Gummibandligatur nach Barron.

Ligatur

Experten bezeichnen diese Methode semioperativ, was einen Eingriff darstellt, der ohne Schneiden des Gewebes vonstattengeht und von daher ohne Narkose und ambulant durchgeführt werden kann. Hämorrhoiden werden in vier Stufen unterteilt, wobei der erste Grad die leichteste Form der Erkrankung darstellt. Diese Einteilung gibt Auskunft darüber, ob die Hämorrhoiden sich noch im Analkanal befinden oder als „Prolaps“ bereits aus dem After hervortreten. Dieses beeinflußt dann auch die Entscheidung, welche Art von Therapie zum Einsatz kommt.

Verfahren

Bei einer Gummibandligatur wird vom Arzt ein kleiner Gummiring mittels eines Applikators in den Analkanal eingeführt und mithilfe einer kleinen Zange über das erkrankte, vorstehende Gewebe gestülpt. Hierdurch drosselt der Gummiring die Blutzufuhr zum Hämorrhoidalknoten, wodurch dieser verödet. Das abgebundene Gewebe stirbt dabei ab und wird oft unbemerkt über den Stuhl ausgeschieden.

Mögliche Komplikationen

In seltenen Fällen kommt es dabei zu winzigen Blutungen, welche allerdings ungefährlich sind. Die Gummibandligatur gehört zu den sicheren Verfahren zum Entfernen von Hämorrhoiden. Jedoch kann es in seltenen Fällen, durch Verletzungen des empfindlichen Darmgewebes zu Blutungen kommen. Zu den ebenfalls seltenen Komplikationen gehören Analthrombosen. Der Vorteil einer Ligatur ist das leichte Einsetzen des Gummirings (in der Regel ohne Komplikationen) und die Tatsache, dass sich diese Methode ambulant und ohne Narkose durchführen lässt. Im Vergleich zu anderen Verfahren halten sich die Schmerzen hierbei in Grenzen. Zudem ist die Arbeitsfähigkeit des Patienten bei einem normalen Verlauf der Behandlung nicht eingeschränkt.